Es sollte ein großes Thema auf der CeBit 2016 werden: Digitale Agenten! Gemeint sind die kleinen Software-Helferlein, die einem das Leben leichter machen sollen. "Trage mir einen Termin mit Lüdecke am Mittwoch um 15:00 ein", raunen Sie in Ihr Mobiltelefon - und im Idealfall steht nach kurzer Zeit tatsächlich ein neuer Termin an der richtigen Stelle. Telefonnummern wählen, etwas nachschlagen, Bestellungen auslösen - all das sollen die digitalen Assistensysteme unkompliziert und ohne einen Blick in die jeweilige App oder auf die entsprechende Webseite leisten. Manch einer redet daher schon von der kommenden "Post-App-Phase"- also einer Marktphase, in der die Wichtigkeit einzelner Apps auf den Endgeräten schwindet und der Nutzer gar nicht mehr zwischen seinen Anbietern unterscheidet, sondern seine Wünsche nur noch in das eine, von "seinem" Anbieter/Hersteller bereitgestelle Interface spricht. In der Tat wird diese Phase die Macht der Konzerne Apple (Siri), Google (Google Now!), Samsung (S-Voive), Microsoft (Cortana) und Amazon (Prime/Echo) wieder stärken, denn nun entscheidet der Anbieter der Spracherkennung, was genau passiert, wenn der Kunde seine Befehle spricht. Ob mit Google oder mit Bing gesucht wird. Ob bei Amazon oder auf eBay nach einem Produkt gesucht wird. Ob Ihre Konzertkarten bei diesem oder jenem Veranstalter gebucht werden. "Filterbubble", könnte man sagen, allerdings diesmal ausgehend vom Software-Ökosystem, das man sich ausgesucht hat. Gerade für die mobile Nutzung - sei es im Fahrzeug, beim Tablet- oder Smartphone oder auch im Wohnzimmer von der Couch aus - so wie Amazon sich das mit seinem "Echo" vorstellt - sind digitale Agenten sicher ein Gewinn.
"Computer - wer hat die letzte Transmission gesendet?" fragte Cpt. Picard in Raumschiff Enterprise seinen Schiffscomputer. Es bleibt abzuwarten, wann wir z.B. in unseren Autos ein System haben, daß der universellen Eingabemöglichkeit eines User Interfaces gleichkommt. Technisch möglich wäre dies sicherlich - gesehen habe ich etwas derartiges allerdings auch auf der diesjährigen CeBit noch nicht. Bisher werden immer nur Einzelaufgaben gellst.
Außerdem müssen alle Anbieter für diese kommende Phase ein wichtiges Problem noch lösen:
Wie bringe ich im Sprachdialog die gegenwärtige Haupteinnahmequelle "Werbung" zufriedenstellend unter?...
Link: CeBit Meldungen
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich - und nicht alles, was tragbar ist, ein Computer! Dieses Blog singt augenzwinkernd das Loblied auf stationäre Technik - und beobachtet amüsiert, was man heute so alles mit sich herum tragen kann.
Sonntag, 20. März 2016
Mittwoch, 24. Februar 2016
Captain Future ist da!
"Wearables" sind heutzutage in aller Munde, auch wenn man sie tatsächlich im Straßenbild eher selten sieht. Am ehesten noch sieht man Leute mit den vielbeworbenen Fitness-Trackern herumlaufen, die ihren Mangel an täglicher Bewegung auf dem Smartphone bilanzieren lassen möchten. Die Apple-Watches verkaufen sich offenbar weit seltener, als Apple sich das vorgestellt hatte; jedenfalls möchte man bisher dazu keine offiziellen Zahlen veröffentlichen.
Für einen IT-Nerd wie mich sind sowas alles keine Anwendungs-Szenarien. Wenn schon, dann müßte es mehr in Richtung "Head-up-Display" gehen oder zumindest ein "richtiges" elektronisches Armband, das eine flexible IT-Nutzung ermöglicht.
Nun, auf dem MWC (Mobile World Congress) in Barcelona wurde etwas vorgestellt, daß dieser Vision schon etwas näher kommt als die bisherigen Kandidaten: Die Firma "Flexenable" stellte hier ein Armband mit flexiblem Display vor, welches momentan zwar noch wie ein "Rohr am Unterarm" daher kommt, aber durchaus Potential erkennen läßt. Als Technologie-Demontrator muß man sagen, daß auch die ersten Mobiltelefone eher nicht für die Hosentasche konzipiert waren. Warten wir ab, ob hieraus sich in absehbarer Zeit ein wirklich mobiles "mobile device" entwickeln wird...
Quelle: Heise News
Für einen IT-Nerd wie mich sind sowas alles keine Anwendungs-Szenarien. Wenn schon, dann müßte es mehr in Richtung "Head-up-Display" gehen oder zumindest ein "richtiges" elektronisches Armband, das eine flexible IT-Nutzung ermöglicht.
Nun, auf dem MWC (Mobile World Congress) in Barcelona wurde etwas vorgestellt, daß dieser Vision schon etwas näher kommt als die bisherigen Kandidaten: Die Firma "Flexenable" stellte hier ein Armband mit flexiblem Display vor, welches momentan zwar noch wie ein "Rohr am Unterarm" daher kommt, aber durchaus Potential erkennen läßt. Als Technologie-Demontrator muß man sagen, daß auch die ersten Mobiltelefone eher nicht für die Hosentasche konzipiert waren. Warten wir ab, ob hieraus sich in absehbarer Zeit ein wirklich mobiles "mobile device" entwickeln wird...
Quelle: Heise News
Dienstag, 13. Oktober 2015
Kein Anschluß unter dieser Nummer!
Kennen Sie dieses irrationale Gefühl, Sie müßten mal nachsehen, ob Ihr "Handhirn" neue Nachrichten für Sie bereit hält? Stellen Sie sich vor, die Welt wäre untergegangen, aber Sie haben es noch gar nicht mitbekommen, weil Sie in den letzten 50 Sekunden nicht mehr auf Ihr Smartphone geschaut haben?!
Für Süchte dieser Art gibt es jetzt eine Lösung: "NoPhone"! Das Produkt dieses Kickstarter-Projektes macht garantiert - gar nichts. Es nervt Sie nicht mit eingehenden Nachrichten, es brummt nicht im Vibrationsalarm, es verbraucht keinen Akku, es kann weder verbiegen noch verkratzen. Dabei erinnert es in Haptik und Größe genau an die aktuellen Produkte der Smartphone-Industrie...
Einfach genial, wenn Sie mal einem guten Freund augenzwinkernd mitteilen wollen, daß er vielleicht unter "Smartphonietis" leidet...
Und das ist noch nicht alles: Jetzt kommt sogar das NoTablet!
Quelle:
chip.de
Webseite NoPhone
Für Süchte dieser Art gibt es jetzt eine Lösung: "NoPhone"! Das Produkt dieses Kickstarter-Projektes macht garantiert - gar nichts. Es nervt Sie nicht mit eingehenden Nachrichten, es brummt nicht im Vibrationsalarm, es verbraucht keinen Akku, es kann weder verbiegen noch verkratzen. Dabei erinnert es in Haptik und Größe genau an die aktuellen Produkte der Smartphone-Industrie...
Einfach genial, wenn Sie mal einem guten Freund augenzwinkernd mitteilen wollen, daß er vielleicht unter "Smartphonietis" leidet...
Und das ist noch nicht alles: Jetzt kommt sogar das NoTablet!
Quelle:
chip.de
Webseite NoPhone
Mittwoch, 19. August 2015
Apple verliert wichtiges iPhone-Designpatent
US-Design-Patent "618,677" beschreibt die Eckpfeiler des Designs für iPhones der ersten Generation und gilt als eines der wichtigen Patente im Rechtsstreit mit Samsung. Auf seiner Grundlage wurde Samsung auch ursprünglich zu mehr als einer Milliarde US$ Schadensersatz verurteilt; diese Summe ist mittlerweile allerdings in weiteren Instanzen auf etwa 400 Millionen US$ zurecht gestutzt worden.
Das US-Patent- und Markenamt hat in einer nun bekannt gewordenen Entscheidung allerdings das Designpatent (vergleichbar mit dem ehemaligen dt. "Geschmacksmuster", jetzt "Designmuster") vorläufig aufgehoben und die Chancen stehen gut, daß auch weitere Prüfungen daran nichts ändern werden. Einer der Gründe dabei ist "prior art", also der Umstand, daß das Design zum Anmeldedatum nicht mehr neu war. Frühere Designpatente von LG, Samsung und Sharp sollen die Neuheit des Apple-Designs hindern.
Was dies nun für den Schadensersatzprozeß oder Apple-Abmahnungen auf Grundlage dieses Designs bedeutet, ist noch unklar.
Quellen:
MacTechnews
FOSS Patents
WinFuture
Das US-Patent- und Markenamt hat in einer nun bekannt gewordenen Entscheidung allerdings das Designpatent (vergleichbar mit dem ehemaligen dt. "Geschmacksmuster", jetzt "Designmuster") vorläufig aufgehoben und die Chancen stehen gut, daß auch weitere Prüfungen daran nichts ändern werden. Einer der Gründe dabei ist "prior art", also der Umstand, daß das Design zum Anmeldedatum nicht mehr neu war. Frühere Designpatente von LG, Samsung und Sharp sollen die Neuheit des Apple-Designs hindern.
Was dies nun für den Schadensersatzprozeß oder Apple-Abmahnungen auf Grundlage dieses Designs bedeutet, ist noch unklar.
Quellen:
MacTechnews
FOSS Patents
WinFuture
Dienstag, 16. Juni 2015
Fairphone 2
Fair food, fair labor, fair everything - gerade sind fair trade Produkte sehr in Mode.
Wer die immer größere Ausbeutung der Arbeiter bei der Produktion der technologischen Modeprodukte unserer Zeit nicht mehr hinnehmen möchte, denkt vielleicht darüber nach, ein fair produziertes Smartphone zu kaufen.
Gerade ist das Fairphone 2 herausgekommen. Der Hersteller setzt diesmal nicht nur auf ein fair produziertes Gerät, sondern auch auf ein nachhaltig zu verwendendes Produkt.
Das Fairphone 2 ist daher in Modulbauweise aufgebaut; viele Komponenten, die veralten könnten, kann der Benutzer austauschen - und damit auch reparieren. Das Gerät ist damit eher auf einen längeren Lebenszyklus ausgelegt als andere typische Vertreter der Smartphone-Gattung... Dazu paßt auch der etwas höhere Preis: Das Gerät wird ungefähr 525,- Eur kosten.
Quelle: Heise News
Wer die immer größere Ausbeutung der Arbeiter bei der Produktion der technologischen Modeprodukte unserer Zeit nicht mehr hinnehmen möchte, denkt vielleicht darüber nach, ein fair produziertes Smartphone zu kaufen.
Gerade ist das Fairphone 2 herausgekommen. Der Hersteller setzt diesmal nicht nur auf ein fair produziertes Gerät, sondern auch auf ein nachhaltig zu verwendendes Produkt.
Das Fairphone 2 ist daher in Modulbauweise aufgebaut; viele Komponenten, die veralten könnten, kann der Benutzer austauschen - und damit auch reparieren. Das Gerät ist damit eher auf einen längeren Lebenszyklus ausgelegt als andere typische Vertreter der Smartphone-Gattung... Dazu paßt auch der etwas höhere Preis: Das Gerät wird ungefähr 525,- Eur kosten.
Quelle: Heise News
Donnerstag, 11. Juni 2015
Problem: Mobilgeräte sind mobil...
Ein neues Problem tut sich in der Welt der immer mobileren Datentechnik auf: Immer mobilere Digitalgeräte laden zu analoger Kriminalität ein: Offenbar haben es ganze Banden auf Handys und Laptops von Managern, Geschäftsleuten und Rechtsanwälten abgesehen, um die Besitzer oder deren Firmen mit den erbeuteten Daten zu erpressen. Besonders häufig passiert dies in deutschen Zügen. Sowohl Golem.de als auch Heise.de berichten inzwischen über den Fall, bei dem ausgerechnet dem Präsidenten des Dachverbandes BITKOM auf seiner Fahrt zum 14. IT-Sicherheitskongress das Smartphone aus der Jacketttasche gestohlen wurde. Dieses war glücklicherweise aufwendig verschlüsselt, so daß ein Zugriff auf die Daten nicht trivial möglich war.
Aber auch Rechtsanwaltskollegen ist bereits das Dienst-Notebook entwendet worden, um der Kanzlei unter Verweis auf das Mandatsgeheimnis entsprechende "Schweigegelder" abzupressen. Besonders ungünstig ist es da natürlich, wenn die Geräte aus Bequemlichkeit auf "Autologin" konfiguriert sind, sich also womöglich sogar von Unterwegs ohne Passworteingabe in das heimische Firmennetzwerk einloggen.
Ein Autologin hat aus meiner Sicht auf einem mobilen Gerät nichts zu suchen; es ist fahrlässig, daß die Hersteller dies sogar meistens als "default" anbieten. Und falls Sie jetzt fragen: Nein, meinen Wohnungsschlüssel habe ich auch nicht unter der Fußmatte versteckt!
Quelle: Golem-News
Aber auch Rechtsanwaltskollegen ist bereits das Dienst-Notebook entwendet worden, um der Kanzlei unter Verweis auf das Mandatsgeheimnis entsprechende "Schweigegelder" abzupressen. Besonders ungünstig ist es da natürlich, wenn die Geräte aus Bequemlichkeit auf "Autologin" konfiguriert sind, sich also womöglich sogar von Unterwegs ohne Passworteingabe in das heimische Firmennetzwerk einloggen.
Ein Autologin hat aus meiner Sicht auf einem mobilen Gerät nichts zu suchen; es ist fahrlässig, daß die Hersteller dies sogar meistens als "default" anbieten. Und falls Sie jetzt fragen: Nein, meinen Wohnungsschlüssel habe ich auch nicht unter der Fußmatte versteckt!
Quelle: Golem-News
Doch nicht fit?
Am Markt der Fitness-Tracker (oder "persönliche Überwachungsgeräte", wie ich sie nenne), ist man doch nicht so cool, wie es die Fernsehwerbung suggerieren will. Der bevorstehende Börsengang des Jawbone-Konkurrenten Fitbit macht diesen offenbar etwas nervös. Jedenfalls hat man sich bei Jawbone entschieden, eine Klage wegen Patentverletzung in drei Fällen gegen den Konkurrenten einzureichen.
Dieser zeigt sich irritiert: Man besitze selbst mehr als 200 Patente und habe auf selbst entwickelte Techniken zurück gegriffen.
Quelle: Heise-News
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