Montag, 20. Mai 2019

Telekommunikationsnotstand in der Praxis...


Der Google Mutterkonzern Alphabet hat nun auf den "Telekommunikationsnotstand", den die US-Regierung in der vergangenen Woche ausgerufen hat, reagiert: Die weitere Zusammenarbeit mit dem Smartphonehersteller HUAWEI wurde auf Eis gelegt. Das bedeutet insbesondere, daß HUAWEI keinen Zugang mehr zu dem so wichtigen Smartphone-Betriebssystem Android hat.
Der „kalte Krieg der Telko-Branche“ ist entbrannt. Google dürfte der Schritt gar nicht so recht sein, da HUAWEI weltweit mit annähernd 20% einen erheblichen Marktanteil hält (und damit erhebliche Lizenzeinnahmen + PlayStore-Nutzer verspricht).
Für bereits ausgelieferte und auf Lager befindliche Huawei-Phones dürfte die Entscheidung wenig Folgen haben; lediglich große Updates auf eine neue Android-Version sind wohl zukünftig ausgeschlossen. Huawei kann auch den Open-Source-Kern von Android künftig nutzen; nicht allerdings die Google-Services wie den AppStore, den Assistent und z.B. Karten- und Ortungsdienste.
Huawei hatte durchblicken lassen, daß es im Konzern einen "Plan B" für solche Fälle gäbe. Wie dieser heißt (möglicherweise Ubuntu mobile?) ist bisher unbekannt. In den USA dürfte das Thema ohnehin für weniger Aufregung sorgen: Anders als im Rest der Welt hat Huawei dort nur einen Marktanteil von knapp 3 %.


Links:
Spiegel Nachrichten
Heise News
Heise News - die Folgen 
IDC Marktanteile


Donnerstag, 18. April 2019

Nach fest kommt ab...

...sagt der Volksmund. Das scheint auch für das Klappscharnier bzw. den Folding-Mechanismus in Samsungs neuestem Supersmartphone "Galaxy Fold" zu gelten. Nachdem das Gerät jetzt seit einigen Tagen bei Influencern, Youtube-Technerds und Journalisten eingetroffen ist, zeigt sich offenbar, das der größte Pluspunkt des Gerätes auch zugleich die größte Schwachstelle ist. Das Displaymaß kann man durch Aufklappen des Gerätes von bescheidenen 4,6 Zoll auf beachtliche 7,3 Zoll in einem ungefähren 4:3 - Seitenverhältnis bringen. Damit ist es fast so groß wie die Displayfläche eines iPad mini.
Die ersten Tester berichten jetzt allerdings, daß der Mechanismus wohl doch anfälliger ist als gedacht: Bei ersten Geräten kam es zu flackernden Displays, schwarzen Flecken, Teilablösungen oder Komplettausfällen.
Wie Samsung diese Schwierigkeiten vor dem tatsächlichen Verkaufsstart lösen will, ist noch unklar. Bei einem Gerät für 2.000,- € wird der Kunde solche Einschränkungen nicht hinnehmen wollen.

Quellen:
Golem News
Heise News
youtube CNBC